Das Problem liegt nicht in den Tools, sondern in der Logik dahinter. Suchvolumen zeigt Popularität, nicht Kaufabsicht. Ein Keyword mit 5.000 Suchen kann aus reiner Neugier stammen, während 200 hochspezifische Suchen von Menschen kommen, die bereits Kaufentscheidungen treffen.
Ich habe bessere Ergebnisse erzielt, indem ich stattdessen Support-Tickets analysiere. Welche Fragen stellen Kunden wirklich? Welche Formulierungen verwenden sie? Ein SaaS-Unternehmen, mit dem ich arbeitete, entdeckte so, dass potenzielle Kunden nicht nach „Projektmanagement-Software" suchten, sondern nach „wie Teams Deadlines einhalten ohne ständige Meetings".
Sales-Aufzeichnungen sind Gold wert. Nicht die erfolgreichen Abschlüsse, sondern die gescheiterten. Welche Einwände kamen? Welche Vergleiche stellten Interessenten an? Diese Phrasen tauchen in keinem Keyword-Tool auf, weil sie zu lang, zu spezifisch, zu menschlich sind.
Auch Reddit und Branchenforen zeigen, wie Menschen tatsächlich über Probleme sprechen. Die Sprache dort unterscheidet sich massiv von offiziellen Suchanfragen. Menschen schreiben: „Mein Chef besteht auf Excel für alles und es macht mich wahnsinnig" – nicht „Excel-Alternative für Geschäftsprozesse".
Suchvolumen ist ein Indikator, kein Ziel.